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Ein neues Citrix Workspace App Release klingt zunächst nach Routine.
Version 2610 bringt allerdings Änderungen mit, die bei größeren Client-Rollouts schnell relevant werden können.
Und diesmal geht es nicht nur um neue Funktionen.
🔍 Was hat sich geändert?
Mit Citrix Workspace App 2610 erfolgt die Umstellung der Runtime-Abhängigkeit von .NET 8 auf .NET 10.
Das bedeutet: Bei der Installation kann eine zusätzliche beziehungsweise aktualisierte .NET-Laufzeitumgebung benötigt und installiert werden.
Gerade in Unternehmen mit zentraler Softwareverteilung über Intune, Configuration Manager oder andere Deployment-Lösungen sollte diese Änderung berücksichtigt werden.
⚠️ Die eigentliche Herausforderung: x86 → x64
Bei der Migration von einer 32-Bit- auf eine native 64-Bit-Workspace-App können ältere Drittanbieter-Virtual-Channel-Plug-ins zum Problem werden.
Citrix führt deshalb Kompatibilitätsprüfungen durch.
Mögliche Ergebnisse werden unter folgendem Pfad dokumentiert:
C:\Program Files\Citrix\Logs\IncompatibleThirdPartyPlugins.json
Wird ein inkompatibles Plug-in erkannt, kann die automatische Migration blockiert werden.
Citrix bietet zwar den Parameter:
/SkipThirdPartyVCCheck
Aber Vorsicht: Der Parameter überspringt lediglich die Prüfung. Er macht inkompatible Plug-ins nicht kompatibel.
🛠️ Was ich vor einem Rollout prüfen würde
✅ Vorhandene x86-Virtual-Channel-Plug-ins inventarisieren
✅ .NET-10-Abhängigkeiten in der Softwareverteilung berücksichtigen
✅ Teams-, Webex-, Scanner- und Peripherieintegration testen
✅ Silent Installation, Upgrade und Rollback validieren
✅ GACS-Policies nach dem Update kontrollieren
💡 Mein Fazit
Ein Workspace-App-Update ist nicht automatisch nur ein Client-Update.
Sobald Runtime-Abhängigkeiten, Architektur und Virtual Channels betroffen sind, kann aus einem scheinbar einfachen Versionswechsel ein Kompatibilitätsproblem werden.
Besonders bei mehreren hundert Endpoints würde ich deshalb nicht direkt breit ausrollen.
Erst testen. Dann migrieren.