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Diese Woche hatte ich bei einem Kunden wieder einen interessanten Fall, der auf den ersten Blick nach einem klassischen Performanceproblem aussah.
Mehrere Multi-Session-VDAs, ausreichend Ressourcen und eigentlich eine funktionierende Lastverteilung.
Trotzdem landeten immer mehr Benutzer auf demselben Sessionhost, während andere VDAs kaum ausgelastet waren.
🔎 Was war auffällig?
Bei der Analyse der Umgebung fiel auf, dass einzelne VDAs ihre Load-Indizes nicht mehr vollständig meldeten.
CPU-, RAM- und Disk-Load-Werte fehlten teilweise. Dadurch hatte der Citrix Broker keine zuverlässige Grundlage mehr für die Lastverteilung.
Die Folge: Neue Sitzungen wurden nicht mehr gleichmäßig auf die verfügbaren VDAs verteilt.
🛠️ Die Ursache
Nach weiterer Analyse stieß ich auf einen dokumentierten Citrix-Bug:
CVADHELP-28688
Während der Initialisierung der Citrix Group Policy Client-Side Extension (CseEngine) kann die FQDN-Ermittlung des VDAs fehlschlagen.
Das kann dazu führen, dass die Load-Indizes nicht mehr korrekt gemeldet werden.
Citrix hat das Problem mit CVAD 2507 LTSR CU2 behoben.
💡 Was sollte man prüfen?
Wenn die Lastverteilung in einer CVAD-Umgebung plötzlich merkwürdig reagiert:
✅ Load-Indizes aller VDAs miteinander vergleichen.
✅ Prüfen, ob CPU-, RAM- und Disk-Load-Werte vollständig vorhanden sind.
✅ DNS- und FQDN-Auflösung der betroffenen Sessionhosts kontrollieren.
✅ Citrix Policy Engine und zugehörige Ereignisprotokolle untersuchen.
✅ VDA-Version und installierte Cumulative Updates überprüfen.
🎯 Mein Fazit
Nicht jedes Citrix-Performanceproblem ist ein Ressourcenproblem.
Manchmal sind genügend CPU, RAM und Sessionhosts vorhanden – aber der Broker bekommt schlicht nicht die Informationen, die er für eine vernünftige Lastverteilung benötigt.
Und genau deshalb lohnt es sich, bei ungleichmäßig ausgelasteten VDAs auch die Load-Indizes genauer anzusehen.
📌 Referenz: Citrix CVADHELP-28688 – CVAD 2507 LTSR CU2 Fixed Issues