Finding in the Wild | XenServer 9 – NUMA Node Drift

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Ein interessantes Performance-Thema aus den aktuellen XenServer 9 Known Issues, das gerade in größeren Citrix-Umgebungen leicht übersehen werden kann.

Wenn die CPUs eines XenServer-Hosts vollständig ausgelastet sind, kann es zu sogenanntem NUMA Node Drift kommen.

Was bedeutet das?

Normalerweise versucht XenServer, die vCPUs einer VM auf dem NUMA-Node auszuführen, auf dem sich auch der zugehörige Arbeitsspeicher befindet.

Unter hoher CPU-Sättigung kann diese Zuordnung verloren gehen:

vCPU → NUMA Node 0
RAM → NUMA Node 1

Die CPU muss dann auf Speicher des anderen NUMA-Nodes zugreifen.

➡️ Höhere Latenz
➡️ Schlechtere Performance
➡️ Citrix-VDAs können spürbar langsamer werden

Das Gemeine daran:

Innerhalb des VDAs muss das zunächst gar nicht besonders auffällig aussehen.

Man sucht dann schnell in Windows, Citrix Policies, FSLogix, Storage oder der Anwendung – obwohl das eigentliche Problem auf Hypervisor-Ebene liegt.

XenServer 9 stellt dafür einen sehr interessanten Performance Counter bereit:

NUMA non-affine vCPUs

Steigt dieser Wert zusammen mit einer hohen Host-CPU-Auslastung, lohnt sich ein genauerer Blick auf die NUMA-Verteilung.

Der von XenServer dokumentierte Workaround ist ebenfalls bemerkenswert:

👉 Mindestens eine CPU auf dem Host frei lassen.

Dadurch kann XenServer die NUMA-Affinität wiederherstellen.

Mein Learning für Citrix-Performance-Analysen:

Nicht nur auf die CPU-Auslastung des VDAs schauen.

Bei stark ausgelasteten XenServer-Hosts auch immer die NUMA-Ebene mitprüfen.

Manchmal ist der VDA nicht langsam, weil ihm CPU fehlt – sondern weil seine CPU am falschen Speicher hängt. 😉

Autor: Manuel Winkel

Manuel Winkel ist IT-Consultant bei der Deyda Consulting GmbH mit Schwerpunkt auf Citrix, NetScaler ADC, Microsoft-Infrastrukturen und IT-Sicherheit. In seinen Beiträgen vermittelt er praxiserprobte Lösungen, technische Hintergründe und konkrete Handlungsempfehlungen für den sicheren und zuverlässigen Betrieb moderner IT-Umgebungen.

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